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Bericht vom 7. Lauf zur Deutschen Meisterschaft am 04.09.2005 in Siegbachtal
Der Wetterbericht prognostizierte für den Renntag strahlenden Sonnenschein und daher wurde man etwas besorgt, als sich am Morgen der Himmel doch ziemlich verhangen zeigte.
Aber das ging schnell vorüber und Organisatoren und Fahrer freuten sich auf spannende Runden. Schade, daß diese Vorfreude nicht stark genug von erwarteten Zuschauern empfunden wurde und so sahen, auf alle Fälle für den Veranstalter zu wenig, Besucher insgesamt spannende Rennen. Nach freiem und Pflichttraining am Vormittag begannen nach der Mittagspause die Wertungsläufe zur Meisterschaft.
Erfreulich, daß bei den Junior Karts diesmal ausreichend Teilnehmer am Start waren, so dass Jede Klasse einzeln gestartet werden konnte.

Junior-Karts / Cross-Karts Klasse 5 u. 6 a
1. Wertungslauf
Zwei CV Motoren gegen zwei 500 ccm Hondamotoren mit Drossel, man durfte gespannt sein.
Sabrina Straub im Giftzwerg zog sofort davon, Willi Schulze, Sönke Glöde und Stepahn Schulze hinterher. Bravourös, wie sich Willi an Sabrina heftete und diese ordentlich figthen musste, um sie den Widersacher vom Leibe zu halten. Willi fuhr sogar die schnellst Runde und kam mit nur 4 sec. Rückstand hinter Sabrina ins Ziel. Sönke Glöde mit weiteren 4 sec. wurde als Dritter abgewunken. Stephan Schulzes Motor lief unsauber, fast eine halbe Minute Rückstand nach 6 gefahrenen Runden war für ihn natürlich kein Ergebnis.
Im zweiten Wertungslauf setzte Willi Schulze noch einen drauf und zeigte Sabrina sein Heck. Sabrina setzte engagiert nach, doch am Ende fehlten ihr ca. 2 sec. vor Stephan Schulze und Sönke Glöde.
Im Finale mußte Straub dann auch noch aus der zweiten Reihe starten, da sie in der Addition der beiden Wertungsläufe 2 sec. besser als Willi Schulze war. Den Start gewinnt zunächst Sönke Glöde aus Stadtallendorf, muß aber schon bald Stephan Schulze vorbei lassen. Sabrina fällt am Ende des Feldes immer weiter zurück. Entweder hat der Giftzwerg sein eigenes Gift geschluckt, oder Sabrina hat sich über irgend etwas geärgert. In Runde 5 fällt dann auch noch Willi Schulze aus.

Junior-Karts 650 ccm Klasse 6c
Mehr Action dann bei den „großen“ Junior-Karts. Musste Werner Hattig zum Anfang der Saison noch einsam seine Runden ziehen, um eher Werbung für diese neue Klasse zu treiben, waren es in Siegbachtal immerhin schon deren Vier. Patrik Krüger, Thorsten Schulze und Michael Maier aus Reutlingen leisteten dem Aschaffenburger Hattig Gesellschaft.
im ersten Wertungslauf. Maier hat nicht nur ein Auto das in frischer grüner Farbe glänzt, er glänzt auch souverän beim Debüt seine Fahrzeuges. Das erste Rennen und gleich Zweiter mit nur etwas über zwei Sekunden Rückstand auf Hattig. Patrik Krüger blieb trotz heftiger Gegenwehr nur der dritte Platz. Torsten Schulze landete weit abgeschlagen mit 45 sec. Rückstand auf einem guten vierten Platz.
Im zweiten Lauf dezimiert sich das Feld schon in der ersten Runde um die Hälfte. Damit war die Luft natürlich raus. Zu allem Übel bekommt Hattig massive Zündungsprobleme durch ein abgerissenes Batteriekabel und hat nur noch rhythmischen Vortrieb. Stephan Schulze ist der lachende Dritte und gewinnt.
Dann das Finale: Hattig, Maier und Schulze stellen sich dem Starter. Hattig donnert wie gewohnt davon. In der dritten Runde dann plötzlich Maier vor Hattig. Hinten rechts ist bei Hattig die Luft aus dem Pneu. Runde um Runde treibt er sein waidwundes Auto um die Strecke und kann sich mit 3 Sekunden Vorsprung vor Stephan Schulze behaupten.

Serientourenwagen Klasse 1
Erfreulicherweise müssen auf Grund der hohen Starterzahl wieder zwei Gruppen gebildet werden. In der ersten Gruppe die Herren Storz, Bauer, Elstner, Gebhardt, Ruppel, Detzer und Stephanie Benker. Oliver Storz aus Stockach im Suzuki Swift läßt nichts anbrennen und führt von Anfang an das Feld an. Dahinter entwickeln sich interessante Positionskämpfe, aber bis Platz 5 kann sich jeder auf seinem, Platz behaupten. Am Ende siegt Storz vor Bauer im Peugeot, Elstner im VW 19E , Marco Gebhardt im Nissan Almera, , Markus Ruppel im starken Ford Escort und Stephanie Benker. Mario Detzer legt sein Auto in Runde zwei aufs Dach und muß aufgeben.
In Gruppe 2 dann der amtierende Deutsche Meister Domenic Bendix zusammen mit Jens Mock, Thomas Schulze, Rene Krüger, Thomas Alexiewicz und David Kallauch. Der mit einer Veranstalterlizenz fahrende Jens Mock aus Obersulm kann Dominik Bendix hinter sich halten. Er gewinnt mit knapp 3 sec. Vorsprung vor Bendix, Thomas Schulz aus Schirgiswalde, Rene Krüger, Thomas Alexiewicz und David Kallauch.
Im zweiten Lauf der ersten Gruppe dominiert einmal mehr Oliver Storz . Er gewinnt in 5 Min. 28,72 Sekunden und ist damit schnellster Mann im Feld der Serientourenwagen.
Es folgen Michael Elstner, Marco Gebhardt, Patric Bauer, Markus Ruppel, Mario Detzer im stark ramponiertem Golf und Stephanie Benker.
In der zweiten Gruppe dominierte einmal mehr Dominik Bendix, der das Feld von Anfang an anführte. Lediglich Jens Mock, aus Obersulm im Fiat konnte einigermaßen mithalten. Er kam mit ca. 10 Sek. Rückstand auf Platz 2. Thomas Schulz, David Kallauch und Thomas Alexewicz belegten die weiteren Plätze.
Das Finale wurde mit größter Spannung erwartet. Wie würden sich wohl die die ganz hinten stehenden herren Storz und Bendix in Szene setzen können. Den Start gewinnt Mario Detzer.
Mit einem abenteuerlich aussehendem Golf. Einst ein Schmuckstück in der Szene kommt er nunmehr schief und krumm, aber noch mit enormer Leistung als Erster aus der ersten Runde. Kallauch und Ruppel hinterher. Bendix schon auf Platz vier, Storz an vorletzter Stelle. Gleich nach dem Start hatte es ordentlich gekracht. Zu Viele wollten in ein und derselben Spur fahren. In der zweiten Runde wird Ruppel Opfer seines ungestümen Vorwärtsdrangs und hängt sich im Wall auf. Bendix schleicht sich immer weiter nach vorn und ist plötzlich hinter Detzer. Dieser hat das Messer zwischen den Zähnen und holt aus dem „Flachgolf“ was heraus zu holen ist. Die Zielflagge sieht er als Erster, aber Bendix war schon ziemlich nahe.

Klasse 2 Supertourenwagen
In der ersten Startreihe Oliver Günthner, Martin Fürst und Rene Schlöffel. Dahinter die beiden Newcomer Hermann Röben jr. und Thomas Leipold.Dahinter Denis Vesper und Stephan Buck. Vom Start weg macht Rene Schlöffel das Tempo. Hermann Röben hatte sich den zweiten Platz erkämpft mußte aber einsehen, daß er mit seinem wuchtigen Audi gegen den wendigen Suzuki keine Chance hatte. Dennis Vesper im Scirocco und Stephan Buck im Polo kamen danach ein. Oliver Günthner schied nach 5 Runden, Thomas Leipold bereits nach 3 Runden aus. Noch früher erwischte es Martin Fürst aus Amerdingen mit seinem Nissan Micra, der daher auch nicht in Wertung kam.
Auch im zweiten Wertungslauf waren Schlöffel und Röben wiederum die bestimmenden Figuren. Martin Fürst wollte das schlechte abschneiden im ersten Lauf gut machen und setzte Röben heftig zu. Am Ende dann doch nur Platz drei, ganz knapp hinter dem Sohn vom ehemaligen WRCV-Meister.

Das Finale versprach Spannung, denn Schlöffel und Röben mußten von hinten starten. Den Vorteil der ersten reihe ließ sich Martin Fürst natürlich nicht nehmen und siegte mit ganz knappen Vorsprung vor dem mächtig nach vorn stürmenden Schlöffel. Für Röben, der nach der 5. Runde ausfiel, blieb diesmal nur die rote Laterne. Günthner auf Platz vier und Vesper auf Platz fünf.

Klasse 3 Spezialautocrossfahrzeuge bis 1400 ccm
Leider hatten nur ganze vier der schnellen Spezialcrosser genannt und da Carsten Riemenschneider am Start des ersten Wertungslaufes stehen blieb waren es nur noch drei.
Frank Meinzel und Daniel Naumann, der ebenfalls für den MSC Siegbachtal startete wollten den Sieg unter sich ausmachen, mußten allerdings auf Josef Vögel aus Langenegg aufpassen, der bereits in den vergangenen Jahren gezeigt hatte, daß man in unserem Nachbarland auch etwas von Autocross versteht. Ziemlich genau 1 Sekunde kam er hinter Meinzel ein, Naumann zehn Sekunden zurück auf Platz drei.
Im zweiten Lauf das gleiche Bild, diesmal nur mit etwas mehr Gesamtzeit.
Man durfte gespannt sein, wie sich die „Kleinen“ im Finale schlagen würden.

Klasse 4 Spezialautocrossfahrzeuge über 1400 ccm
Christian Freischlad, Peter Voss, und Carsten Schlöffel hatten im ersten Lauf für die erste Reihe gebucht. Erich Faul und Michael Straub in der zweiten Reihe und in Reihe drei Marcus Märzendorfer.
Voss setzt sich sofort an die Spitze, wird aber dauernd von Freischlad attackiert. Endlich, nach 5 Runden, kann Freischlad seinen Heimvorteil umsetzen und zwängt sich an Voss vorbei. Also Freischlad, Voss, Schlöffel und Faul heißt zunächst der Einlauf. Straub und Märzendorfer folgen mit etwas größerem Abstand.
Lauf zwei hat das gleiche Bild, ebenfalls, wie schon zuvor, mit etwas längerer Gesamtzeit.
Ein deutliches Zeichen, daß die Bahn nicht besser geworden war. Die sechs Akteure boten ein tolles Bild und Action pur. Immerhin waren die besten nationalen Spezies unter sich. Natürlich hätten Behringer und Engel vielleicht noch etwas mehr Salz in die Suppe gebracht, aber, man kann schließlich nicht alles haben. Der Einlauf wie gesagt, analog dem ersten Lauf.

Finale der Spezialtourenwagen Klasse 3 u. 4
Straub, Naumann und Märzendorfer auf Grund der Handicapregelung in Reihe 1. Vögel und Meinzel in Reihe 2, Faul, Schlöffel und Voss in Reihe drei und ganz am Ende lauerte Christian Freischlad, der Lokalmatador.
Nach der ersten Runde lautet die Reihenfolge: Märzendorfer, Naumann, Meinzel, Schlöffel Straub, Voss, Faul, Freischlad, Vögel. Die „Großen“ versuchen alles, um an den „Kleinen“ vorbei zu kommen. Vorn zieht Märzendorfer einsam seine Bahnen und beweist es allen, daß er noch gar nichts verlernt hat. Auch Naumann, Straub und Meinzel können sich auf den vorderen Plätzen behaupten. Freischlad kommt bis auf Platz fünf, dann Voss auf sechs vor Erich Faul und Carsten Schlöffel.

Sicher das spannendste Rennen des Tages. Echter Kampf mit bärenstarken Autos, extra gebaut für eine unbefestigte Strecke. Die Zuschauer konnten zufrieden sein. Sie hatten einen spannenden Renntag erlebt. Den gesamten Organisatoren ein dickes Lob, für eine hervorragend inszenierte Veranstaltung.

Eberhard Rast
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