Nach wochenlanger Dürre in ganz Deutschland stand am ersten verregneten Wochenende das 19. Kesseltaler ADAC Autocross auf dem Kalender. So gab es sorgenvolle Blicke in die regionalen Wetteransagen und gen Himmel. Am Ende war das Wetter dann doch besser, als alle befürchtet hatten und der Wetterbericht in Aussicht stellte. Trotzdem waren es Wettkämpfe, in denen es immer wieder Ausfälle durch enorme Moddermassen gab, Dreher und andere Ausrutscher nicht fehlten. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die Mitglieder und Helfer des MC Kesseltal für die gute Vorbereitung, die Organisation und Durchführung trotz des Matsches.
Bei unseren Crosskart-Kids (Klasse 5/6a/6b) klebte Natalie Straub an Willi Schulze, kam aber in den Kurven durch die rutschige Fahrbahn viel zu weit raus, so dass sie immer wieder Boden verlor. Johannes Söhl hatte sich bereits in der zweiten Runde im Schlamm vergraben und musste aufgeben. In der 4. Runde ereilte dieses Schicksal auch Willi, so dass Natalie freie Bahn hatte und siegte. Aufgeben musste sie dann jedoch im 2. Lauf bereits nach Runde 2, so dass diesmal der erst 10 jährige Johannes seinen ersten Sieg einfahren konnte. Willi Schulze konnte in allen Läufen zwar nur die halbe Distanz fahren, punktete damit aber ausreichend und bleibt auf der ersten Position.
Größere Probleme wegen der schmierigen Fahrbahn hatten auch die "Großen" der Klasse 6c in ihren Junior-Karts. Im ersten Lauf kamen einige Fahrzeuge kaum den Berg hoch, gerade einsetzender Regen verschlechterte die Bahn. Trotzdem konnte Werner Hattig seinen Vorsprung ausbauen und auch Patrick Krüger konnte endlich wieder recht gut punkten. Am Ende durfte dann jedoch Michael Maier aufs Siegerpodest, da er mit 5 und 6 Runden in beiden Läufen die höhere Rundenzahl für sich verbuchen konnte.
Mit 12 Startern in der Klasse 1 musste diese in zwei Gruppen starten. Marco Gebhardt wurde aus der ersten Startreihe bis nach hinten durchgereicht, konnte dann aber trotz eines Drehers auf schmieriger Strecke am Feld dranbleiben, nach 3 Runden kam für ihn aber doch das Aus. Mario Detzer setzte sich gleich an die Spitze, wurde am Ende dann aber doch noch von Marcus Ruppel überholt. In der zweiten Gruppe musste sich David Kallauch aus der letzten Startreihe nach vorn kämpfen, da er sein Auto unter schwierigsten Bedingungen beim Zeittraining noch nicht gut über die Bahn brachte. Im ersten Lauf setzte er sich schon bald auf die zweite Position hinter den Lokalmatadoren Karl-Heinz Baumgärtner. Dieser hatte sich gleich an die Spitze gesetzt und konnte nach einer Runde schon einen guten Vorsprung herausfahren. Nach 2 Runden kam für ihn aber schon das Aus, für Kallauch jedoch der Sieg. Pech hatte Baumgärtner dann auch im zweiten Lauf; nachdem er sich aus der letzten Startreihe auf Platz 2 vorgekämpft hatte, traten plötzlich Probleme auf und er wurde bis ans Ende durchgereicht, nach 4 Runden wieder das Aus.
Auch im Finale musste er vorzeitig abstellen. Schade, vor heimischen Publikum hätte er sich einen Triumph wirklich verdient. Kallauch konnte in seiner Gruppe im zweiten Lauf die führende Position bis ins Ziel bringen, nach dem Zusammenlegen aller Zeiten aus Gruppe 1 und 2 blieb für ihn dann aber doch nur Platz 5 in diesem Lauf. Gebhardt musste sich aus der letzten Startreihe richtig ins Zeug legen. Er fand auch die Lücke, ein Spiegel flog, aber es war sein eigener. Viel Bewegung mit guten und fairen Überholmanövern gab es hier im Finale. Auch wenn Ruppel, dem in Runde 5 das Rad wegbrach und Detzer am Meisten punkteten, so ist Gebhardts Führung in der DM und dem DAV noch nicht in Gefahr.
Die 2. Position bei den Tourenwagen hat Rene Schlöffel inne. Er konnte alle Läufe mit der höchsten Punktzahl für sich entscheiden. Die Kesseltaler Erich Schön und Martin Fürst belegten die Plätze 2 und 3 in der Addition beider Läufe. Im Finale traten dann nur noch Schlöffel, Fürst und Torsten Schulze gegeneinander an. Schulze konnte seine Führung nicht behaupten und musste sich am Ende doch mit Platz 3 zufrieden geben.
In der Klasse 3 hieß der Pechvogel an diesem Wochenende Sven Christmann. Das Aus kam für ihn schon in der 2. Runde, zum 2. Wertungslauf konnte er nicht mehr antreten. Unsere Rennlady Sabrina Straub kam mit der rutschigen Strecke nicht so gut klar und belegte am Ende die Plätze 4 und 6 und ebenfalls 6 im Finale. Daniel Naumann konnte durch die höchste Punktzahl bei den "Spezial-Crossern" seine 2 Position festigen und den Abstand zum führenden Michael Straub verkürzen. Für ihn liefen die Rennen in der Klasse 4 nicht optimal. Im 1. Lauf hatte er eine Runde Rückstand, im 2. Lauf reichte es im "Kampf der Giganten" auch nur für Platz 4. Hier konnten die Lokalmatadoren Erich Faul im 1. Lauf und Mathias Behringer im 2. Lauf siegen.
Ein besonderer Höhepunkt sollten die Superfinales außerhalb der DM- und DAV-Wertung werden. Hier traten die jeweils 5 Besten der Finales der Serientourenwagen, der Supertourenwagen und der Spezialcrossfahrzeuge der DM-Läufe und der freien Klasse gegeneinander an. Hier glänzte Kallauch mit einem 3. Platz bei den SerienTW hinter Markus Scheuch und Swen Götz, den 1. Platz bei den SuperTW errang Torsten Schulze, 2. Hubert Weber, 3. Rene Schlöffel, bei den Spezialern kamen von 7 Gestarteten nur 3 ins Ziel, Behringer auf Platz 1, Harald Faul auf dem 2. Platz uns Sabrina Straub schaffte es trotz heftiger werdenden Regens auf den 3. Rang. Obwohl diese Finalläufe von stärkerem Regen begleitet wurden, gabs den befürchteten Dauerregen am Sonntag nicht und alle Rennen verliefen ohne Unfälle.
Trotz ziemlich schlechter Wetterbedingungen kam es zu keinen Verzögerungen, die Organisatoren zeigten eine bewundernswerte Flexibilität, davon sollte man sich getrost etwas abschauen.
Sylvia Giese





